Freitag, 9. Oktober 2009
Montag, 28. September 2009
AUUUUS, AUUUUUS, das Spiel ist aus.
Sonntag, 27. September 2009
Links-Wähler?
Pragmatismus = Links wählen.
Oder die Geschichte wie man zum Links-Wähler wird.
Seit 16 Jahren darf ich zur Wahl gehen und meine Stimme abgeben. Eine tolle Möglichkeit, das eigene Wohl und das des ganzen Volkes mit zu bestimmen.
So dachte ich wirklich - lange Jahre.
Natürlich, als Nordbayer der immer in südhessischen Schulen „gebildet“ wurde, war ich lange bevor ich das erste mal wählen durfte, eher schon mit „links“ bis „links-liberalem“ Gedankengut bestückt worden. So war es keine Überraschung, daß ich bei meiner ersten Wahl die SPD wählte.
Später, als Beschäftigter in Bayern, wurde mein Weltbild konservativer. Nicht konservativ genug um die CSU zu wählen, aber doch konservativ genug um mein politisches Weltbild zu verändern. Die Union war nicht mehr die Partei non-grata, teilweise war es in meinen Augen richtig was dort gemacht wurde. Das Leben ist ein langer ruhiger Fluß und bitte, haltet alle Veränderungen von uns fern, so dachte ich.
Als ich selbständig wurde, war ich kurz davor die CSU zu wählen. Zum Glück konnte ich mich eher mit dem Programm der FDP identifizieren und auch ein unbequemer Mensch wie Möllemann sorgte für mein Interesse. So wählte ich beim zweiten Mal die FDP.
Kanzler Schröder war ein Mensch, dem ich verzieh bei der SPD zu sein - und ich war mit seiner Art Mensch und Politiker zu sein, zufrieden. Leider hatte er es bei der letzten Wahl am Abend selbst verzockt, als er lustig, aber völlig daneben & überheblich war.
Die SPD verkaufte Ideale und Ziele und bildete, des Machterhaltungstriebes wegen eine große Koalition. Ich war wieder Angestellter und wünschte mir stabile Verhältnisse und eine Regierung die gemeinsam Entscheidung trifft und etwas bewegen kann, ohne ständig von der Opposition ausgebremst zu werden.
Die große Koalition, sah also auch ich, als „das kleinere Übel“ an.
Heute bin ich auf Arbeitssuche, eine Arbeit die Berufung und nicht Beschäftigung ist. Eine Aufgabe die Menschen fordert und nicht Armut auf Lohnsteuerkarte verspricht. Als ehemalige Führungskraft kenne ich das Dilemma zwischen guter Arbeitsleistung und schlecht bezahlten Mitarbeitern.
Ich selbst habe es akzeptiert, daß meine Kassenkräfte nur auf 400€ Jobs angestellt werden. Das ganze im passenden Rahmen von 5,65€ Stundenlohn. Ich kannte das Budget meiner Filiale und ich kannte das Credo der Geschäftsleitung und habe erfolgreich Menschen dazu ausgebeutet in der Herde für unchristliche Löhne ihr Bestes zu geben. Und das nicht im Osten unseres Landes, dort wo die im Wahlkampf oft benannte Friseuse zuhause ist, sondern in einem Speckgürtel der Industrielandschaft in Nordbayern.
Heute suche ich, ein Fehler meinerseits führte dazu, selbst eine neue Aufgabe. Früher habe ich 3 Bewerbungen geschrieben, 2 Vorstellungsgespräche geführt und mich dann für die interessantere Aufgabe entschieden. Heute suche ich über 1 Jahr und habe erlebt wie sich Menschen fühlen, die in der Position des Suchenden die Kompromisse der Bosse akzeptieren müssen. Es ist menschenverachtend und eine Schande für ein Land wie unseres, mit Menschen so zum zu gehen.
Heute kenne ich die Seite desjenigen der auf Ämtern zu einem Bittsteller wird. Ich habe es kennengelernt das Hartz4-Lebensgefühl. Kein Urlaub in Florida, statt dessen die Frage wie leiste ich mir die Anfahrt zum nächsten Vorstellungsgespräch? Mir ist die Mitnahme Mentalität wie sie von großen Industrie- und Bankenführern bei Ihrem oftmals unfreiwilligem Abgang vorgelebt wird, ebenso fremd – wie die schlecht kopierte Variante vieler Menschen die Sinn und Aufgabe verloren haben und von unserem Sozialstatt vor dem verhungern gerettet werden.
Heute stehe ich mit meinem Weltbild vor der Wahl.
SPD? CDU/CSU? FDP? Grüne?
Und die Antwort lautet: Nein. Keine diese Parteien ist mehr wählbar für mich.
Dafür gibt es die o.g. Gründe und Gründe wie die Beschneidung der Freiheits- und Informationsrechte. Die große Koalition hat erfolgreich das Profil der eigenen Partei verloren. Wie Huren haben sich führende Politiker verkauft um sich krampfhaft an Posten fest zu halten.
FDP kann man nicht wählen, wenn man hört wie Hr. Westerwelle Menschen wie „mich“ derzeit sieht. Ich bin kein Bittsteller. Ich habe jahrelang den Höchstsatz in die sozialen Sicherungssysteme eingezahlt und nun, nach Pech und falschen Entscheidungen läßt man mich nach 12 Monaten in die Abgründe von Hartz4 und Lidl-Sonderposten-Käufer abrutschen. Sorry. Ich möchte arbeiten. Aber 99% meiner Ansprechpartner wollen niemanden auf eine freie Stelle einstellen, für die ich überqualifiziert bin. So bekommt ein ehemaliger Fil.-Leiter nicht mal die Aufgabe als Kassierer an einer Tankstelle.
Grüne? Nein, sorry – ich wähle keine Partei deren Vertreter einerseits empfehlen, japanische Autos zu kaufen und anderseits sich anhören wie Hubertus Judokus Quak. Tut mir leid. Natürlich ist es bei den Grünen wie bei der SPD. Die Partei hat sich verkauft. Ideale und Ziele aufgegeben um Macht zu erlangen. Wer erinnert sich noch an Turnschuh-Joschka? Ob er bei BMW nun auch mit Turnschuhen auftritt? Ob er dem Vorstand ein gepflegtes „Arschloch“ entgegenwirft wenn Bullshit verzapft wird? Ich bezweifle es.
Was bleibt?
Die Linke und die Piratenpartei.
Und diese beiden erhalten meine Stimme. Zum einen weil ich den Zusammenhang zwischen Lafontaine und SED nicht erkennen kann und zum anderen, weil ein soziales Gleichgewicht für die etablierten Parteien benötigt wird.
Die Piraten? Belächelt. Nicht ernst genommen. Mit unvollständigem Programm. Genau deswegen!
Und so wird man zum „linken“ Wähler. Es hat vieler Erfahrungen bedurft. Es hat vieler Richtungswechsel der „ehemals großen Parteien“ bedurft. Aber es hat vor allem der Erfahrung bedurft, wie unsere Gesellschaft miteinander umgeht. Wie man versucht mit unglaublich dämlichen Argumenten die Rechte und Freiheiten aller ein zu schränken.
Danke meine großen Parteien, Ihr habt es mir ermöglicht über den eigenen Schatten zu springen und zum ersten Mal Parteien mit leicht radikalem Atem zu wählen.
P.S.: An alle zukünftigen Arbeitgeber, die bei der Internet-Recherche Ihres Personalbüros, über mich als möglichen Bewerber stolpern. Wenn Euch Ehrlichkeit, Offenheit, Ethik und Moral schon heute stört und Ihr denkt, Politik wäre ein Thema weswegen man Menschen aussiebt, so bedanke ich mich ausdrücklich für Eure Vorbereitung und freue mich auf die Rücksendung meiner Unterlagen. Nichts ist ätzender, als zu spät fest zu stellen, daß man den falschen Partner gewählt hat.
Donnerstag, 24. September 2009
Wahlkrampfzeit
Freitag, 11. September 2009
So schmeckt die Gier.
"We feed the World"
Das schmeckt nach Gier
Von Oliver Voß
Wenn wieder einmal Gammelfleisch im Supermarktregal gefunden wurde oder die Pestizidbelastung von Gemüse die zulässigen Grenzwerte überschreitet, ahnt man für einen Moment, was täglich auf den Tellern landet. Beim nächsten Einkauf wird dann zur Biotomate gegriffen, doch so schnell, wie die Lebensmittelskandale aus den Medien verschwinden, geht man wieder zur Tageskarte der Billigangebote über.
Geht es ums Essen, sind die Deutschen geizig: Beim Anteil des Einkommens, der für Nahrungsmittel ausgegeben wird, gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa. Das ist auch der Discountkultur und den geringen Preisen für Lebensmittel geschuldet. Der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer hat sich dieses Menü aus wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren vorgeknöpft, wobei ihn weniger die großen Skandale als die schwer verdaulichen Details der Produktionsbedingungen interessieren.
Zu Beginn von "We feed the world - Essen global" wird der Zuschauer mit dem alltäglichen Wahnsinn der Überflussgesellschaft konfrontiert: Ein Lastwagen schüttet einen Berg Brot aus. Täglich wird in Wien so viel Brot vernichtet wie Graz verbraucht. Ein Viertel des Restmülls in der österreichischen Hauptstadt besteht aus unverbrauchten Lebensmitteln. Eigentlich will man von solchen Dingen genauso wenig wissen, wie über die genauen Inhaltsstoffe des schnell verschlungenen Pausen-Snacks. Daher ist es erstaunlich, dass die Dokumentation in Österreich zum Kassenschlager wurde, mit mehr Zuschauern als "Fahrenheit 9/11".
Im Gegensatz zu Michael Moore oder der Burgerdiät-Dokumentation "Super Size Me" verzichtet Wagenhofer jedoch auf Polemik. Stattdessen lässt er Fakten und Bilder für sich sprechen. Dabei sind Aufnahmen von Massentierhaltung eigentlich nichts Neues. Wenn aber Küken gleich kistenweise in die Aufzuchtstationen gekippt werden, zeigt sich der Kapitalismus von seiner unappetitlichsten Seite. Ähnlich beklemmend: die Luftbilder von Südspanien, wo die Gegend um Almeria flächendeckend mit Gewächshäusern zugepflastert ist, oder der brennende Mais, mit dem Fernwärme produziert wird.
Mangel im Überfluss
"We Feed the World" bezieht seine kritische Wirkung vor allem von den Produzenten selber, die ausgiebig zu Wort kommen. Zynismus gibt den Ton an bei ihrer Selbstdarstellung: So begeistert sich der Produktionsleiter eines der größten Saatgutkonzerne für die Ursprünglichkeit der rumänischen Landwirtschaft. Er lobt den Geschmack schrumpeliger Auberginen, die man so in Österreich nicht mehr finde, und sagt dann: "Wir haben den Westen runtergewirtschaftet, jetzt gehen wir nach Rumänien und versauen dort die Landwirtschaft."
"Den Handel interessiert der Preis, Geschmack ist kein Kriterium", erklärt ein Geflügelzüchter. Für viele Verbraucher gilt das auch. Doch in den letzten Jahren zeichnet sich ein Bewusstseinswandel ab. Bioprodukte erobern inzwischen auch die Regale der Discounter; der langjährige Greenpeace-Chef leitet die Organisation "Foodwatch"; Köche werden zu Popstars. "Kochen ist der heißeste Trend, der momentan abgeht", sagt Rap-Mogul P.Diddy, der in den USA gerade ein Promi-Kochduell fürs Fernsehen produziert.
WE FEED THE WORLD - ESSEN GLOBAL
(ÖSTERREICH 2005)
Produktion: Allmedia
Verleih: Delphi
Länge: 105 Minuten
Start: 27. April 2006
Offizielle Website
Der Film passt also zum Zeitgeist, quasi als Negativ des romantischen Bildes von der natürlich-geschmackvollen Ernährung. Denn während Lifestyle-Magazine Kochkurse und Edelpfannen zu den neuen Statussymbolen erklären, macht Wagenhofer vor allem auf die Schattenseiten der Entwicklung aufmerksam: den Mangel im Überfluss.
Bestes Beispiel: Während Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, beklagt, dass jeden Tag tausende Menschen an Hunger sterben, hat Nestlé einen neuen Markt entdeckt. "Wasser ist ein Lebensmittel, und so wie jedes andere Lebensmittel sollte das einen Marktwert haben", sagt der Chef des weltgrößten Nahrungsmittelherstellers, Peter Brabeck.
Ausgerechnet ihn überkommt beim Anblick der eigenen Produktfülle eine kulturkritische Wallung: "Wir haben alles, was wir wollen und sind trotzdem psychisch in einer Trauerstimmung". Zum Heulen, so viel Koketterie. Und ziemlich unappetitlich.
Samstag, 5. September 2009
Wahlstimme zu Höchstgebot ab zu geben ..
Dienstag, 1. September 2009
Unterm Strich, zähl' ich.
Party fällt aus.
Montag, 24. August 2009
Party im Kanzleramt.
| Details ausblenden 22:14 (Vor 0 Minuten) | ||||||||||||||||||||||||||||
Mit den besten Grüßen,
Bjoern Habegger
Samstag, 22. August 2009
Wahrnehmungsstörungen bei sog. Top-Führungskräften ..
Zensursula, oder wie Politiker mit der Pressefreiheit umgehen.
Dienstag, 11. August 2009
Ein Lehrstück darüber, wie man das ganz große Rad dreht ..
So macht man es richtig, weiter so ...
Donnerstag, 23. Juli 2009
50 Millionen, das klingt nur fair.
Sonntag, 19. Juli 2009
Wir gründen eine Bank.
Freitag, 10. Juli 2009
Chapter 11 für alle!
Sonntag, 5. Juli 2009
Unsinn Abwrackprämie
Nackte Zahlen sprechen für sich: von den in Deutschland – also incl. der ausländischen Automobilanbieter – produzierten Fahrzeugen werden nur etwa 25% in Deutschland verkauft; von den deutschen Automobilmarken werden nur 40% an Privatpersonen verkauft oder geleast. Merke: Nur Privatpersonen kommen in den Genuss der Prämie. Somit hat die „Umwelt“-Prämie nur einen direkten Beschäftigungseffekt für deutsche Automobilhersteller von 10% (25% x 40%).
Negativ und überspitzt ausgedrückt bedeutet dies, dass die Abwrackprämie faktisch eine staatliche – bundesrepublikanische – Subvention für Importfahrzeuge bzw. nicht heimische Fahrzeuge darstellt..
Aber damit sind die langfristigen Folgen des „Abwrack“-Unsinnes noch lange nicht abgehandelt.
Denn wenn ich 2009 neben der staatlich subventionierten Abwrackprämie im Rabattwettlauf noch „Umwelt“- (VW), Durchhalte- (Opel) und Mitleidsprämien (die Premiumhersteller BMW, Mercedes und Audi) erhalte und bis zu 30 Prozent an gesamtem Preisnachlass ergattere, so werde ich mich als Käufer im Jahr 2010 schwerlich nur mit 5% Rabatten auf den Kaufpreis bescheiden. Die Margen – also Gewinnspannen – der Anbieter in Deutschland werden auf Jahre hin erheblich geschmälert. Damit auch die Möglichkeit, die Mitarbeiter an hohen Gewinnen zu beteiligen.
Und: Durch die Vorwegnahme von Ersatzbeschaffungen durch die Abwrackprämie wird der Kater nach dem Rausch der vermeintlich großartigen Verkaufszahlen im Inland gewaltig sein. Eine dicke Birne nach dem Erwachen ist für die Automobilindustrie vorprogrammiert…
Dass allgemein von strukturellen Überkapazitäten von 20-30% in Deutschland ausgegangen wird – auf gut deutsch: der Automobilsektor ist so ausgelegt, dass er 20-30% mehr Fahrzeuge bereitstellen kann als der Markt eigentlich benötigt, stört da fast schon keinen mehr!
Am Ende zahlen die Steuerzahler sich eben ihre Abwrackprämie wieder selbst – direkt und indirekt – zurück! Es lebe die bundesrepublikanische Wirtschaftspolitik!
Wahnsinn Opel Rettung ...
Donnerstag, 21. Mai 2009
"Am Tag als der Euro kam..."
Was sind Bilderberger-Treffen und warum sollte man sie verbieten?
Mittwoch, 20. Mai 2009
Schulden - aber bitte richtig!
Sonntag, 17. Mai 2009
Dumme Ideen werden durch mehrmalige Wiederholung nicht besser ...
Dienstag, 12. Mai 2009
Montag, 11. Mai 2009
Wohl dem - der nichts zu verlieren hat.
Samstag, 9. Mai 2009
Zitat
Zinsen sorgen für Armut!
Die kann ich nur aufbringen in dem ich mehr erwirtschafte.
Also, Wachstum.
Man muss kein BWL-Student sein oder ein Wirtschaftsweißer um zu verstehen,
daß unter "ständigem" Wachstum irgendwas leiden muss.
Ich denke wir sind uns einig, daß die Vielzahl der Rohstoffe dieser Erde endlich sind.
Auch die Arbeitsleistung eines Menschen ist endlich.
Sowohl in Qualität also auch Quantität sind Grenzen zu beachten.
Wenn man nun davon ausgeht, das es möglich und richtig sein soll, daß man vom gemeinschaftlich akzeptierten Tauschmittel (das ist Geld) einfach nur durch "auf die Bank bringen" mehr erhält, der hat das oben genannte nicht verstanden.
Geld kann sich nicht vermehren, Zinsen sind somit ein Macht- und Werkzeugmittel derer die mehr Geld haben, gegenüber denen die kein Geld haben.
Was kann man nun ändern?
Die Banken abschaffen?
Nun, auch wenn es aktuell sicher fast schon legitim ist, den einen oder anderen Strick für Bänker zu knüpfen, so muss man sich doch eingestehen, daß es in einer Welt - so global und vernetzt wie diese eben ist, man nicht ohne Banken - respektive Organe und Instrumente auskommt, die zwischen den Märkten vermitteln.
Und doch.
Man könnte Zinsen verbieten.
Welche Auswirkungen hätte dies?
Die Menschen fragen sich: Warum soll ich Geld "verleihen"?
Die Antwort könnte lauten, weil sich Dein Steuersatz daran orientiert, wie viel Du von Deinem privaten Barvermögens - dem Geldkreislauf zur Verfügung stellst. (Auf die Bank bringst)
(In Abhängigkeit einer Relation von Einkommen und Besitztums.)
Nun könnte man fragen: Warum sollen Banken, noch Banken sein?
Gut, von mir aus können die Banken der Meinung sein, diese Spiel nicht zu spielen.
Dann werden Sie geschlossen und der Staat übernimmt diese Funktion.
Geld leihen geht noch immer, aber anstelle von Zinsen zahlt man eine Gebühr. Einmalig.
Der Staat könnte sogleich, als "Bank" aller Bürger, Abschied davon nehmen, sich bei anderen Ländern verschulden zu müssen.
Also, keine Zinsen mehr.
Schaffung einer Kreditbörse (kreditebay) - bei der private Menschen oder Gruppen - Kredite anbieten. Diese stehen im Wettbewerb um eine möglichts effiziente Gebührenstruktur zu erhalten.
Der Kreditgeber wiederum kann nachweisen, wieviel er seines Barvermögens dem Geldkreislauf zur Verfügung gestellt hat und erhält hierfür eine relative Gutschrift auf zu zahlende Steuern.
Donnerstag, 7. Mai 2009
"Und kost' Benzin auch 3 Mark 20 ... "
Dienstag, 28. April 2009
Meinung aus der Auto, Motor und Sport.
wie sagt man so schön? Meinungen sind wie "Ar*zensiert*er" - jeder hat eines.
Aber das jemand, der mit der Materie doch eigentlich betraut sein sollte, derart daneben liegt,
das hätte ich nicht gedacht.
Sie halten die Abwrackprämie für eine gute Sache. Bitte. Ja, es herrscht Meinungsfreiheit und wie Voltaire schon sagte: "Ich mag verdammen was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen das Du es darfst!"
Nun bin ich nicht Voltaire, drum sei mir gestattet ein paar Anmerkungen zu Ihrer in Heft 10/2009
auf Seite 32 abgedruckten Meinung zu sagen.
(btw. Ich bin ja froh, wenn statt Werbung auch lesenswertes in der ams gedruckt wird!)
"190.000 Menschen arbeiten im Autohandel"
Das ist die Leitkeule Ihres Beitrages und damit wird kräftig geschwungen.
Haben Sie sich mal überlegt, was "Gesellschaft" wirklich bedeutet?
Haben diese 190.000 Angestellte anderer oder mehr Rechte als alle anderen Beitrags- und Steuerzahler des Landes?
Die Abwrackprämie ist eine einseitige, kurzfristige, wahltaktische Fehlentscheidung - mit deren Geld - wir reden über 5 Mrd. € - auch sinnvolles hätte gemacht werden können.
Wie Sie richtig anmerken, macht der Staat dabei nicht wirklich einen großen Verlust, denn das was er uns zuvor "großzügig" schenkt, nimmt er sich hinter wieder, je nach Kaufpreis des KFZ selbstverständlich zurück!
Und doch ist es nicht nur diese Verarschung, die wohl nur wenigen bewusst ist, nein es ist die Tatsache die meine Oma schon immer zu mir sagte: "Bub, gib nur aus was Du hast und jeden Pfennig nur einmal!".
Ja ich denke, es wäre schön gewesen wenn die komplette Regierungsbank mal meine Oma kennen gelernt hätte, das hätte eventuell geholfen.
Denn das Geld - Pardon - die Schulden die gemacht werden, werden nun für die falschen Dinge ausgegeben und damit kann man bewusst sagen, es ist falsch was geschieht! Nicht nur das Schulden gemacht werden, denn das Geld ist ja bereits für die sinnbefreite Abwrackprämie verbrannt, nein - man macht die Schulden auch noch völlig sinnbefreit.
Wer wird, in Zeiten der Krise und des Arbeitsplatzverlustes - ja nicht nur Arbeitnehmer im Automobilgewerbe können und verlieren derzeit ihre Jobs - wer also wird - arbeitslos neue Autos kaufen?
Wer soll sich nach Ablauf der Aktion noch für ein neues Auto verschulden?
Denn das darf nicht vergessen werden.
Es gibt einen nicht unerheblichen Prozent-Satz an selbsternannten Schnäppchenjägern, die denken - wenn Papa Staat 2.500€ dazu schenkt, dann ist doch jetzt der richtige Zeitpunkt um ein neues Auto zu kaufen. Auch wenn ich das Geld nicht habe. Die Bank leiht es mir ja. Und die Autobanken haben nur einen Sinn: Absatz der eigenen Herstellermarke zu generieren. So überschlagen sich derzeit die Herstellerbanken mit tollen Angeboten. Aber eines wird dabei nur allzu schnell vergessen: Meine Oma, bzw. das, was sie damals schon sagte: Gib nicht mehr aus, als du hast.
Man wird heute schon sagen können, daß es Bundesbürger geben wird, für die war die Abwrack-Prämie eine Beihilfe zur Verschuldung. Toll!
An die kleinen Werkstätten und Sevice-Betriebe die Kundschaft verlieren werden und an die sinnlose Vernichtung von automobilen Werten (Ein Auto im Wert von 5.000 DM iist doch nicht Schrott!!!!)
will ich jetzt gar nicht mehr erinnern.
Ich fürchte, für die, die noch nicht verstanden haben, an welchem Punkt wir uns befinden,
ist jede Diskussion sinnlos.
..mehr unter: http://bull-shit-bingo.blogspot.com/